Hanseatic Help e.V. – Einfach machen!

Als im Sommer 2015 die Zahl der Geflüchteten in Deutschland immer weiter stieg, fanden sich in allen Teilen Deutschlands tausende freiwillige Helfer zusammen um mit anzupacken und zu helfen. Natürlich auch in der Hansestadt. Vor allem das Hamburger Phänomen „Messehallen“ wurde deutschlandweit bekannt. Tausende hilfsbereite Hamburger unterstützen die in den Messehallen untergebrachten Flüchtlingen über Sachspenden oder tatkräftige Unterstützung vor Ort.

Aus diesem losen Zusammenschluss von Menschen, die einfach helfen wollten, der „Kleiderkammer Messehalle“, entwickelte sich in kurzer Zeit der Verein Hanseatic Help. Dessen Motto lautet nach wie vor „einfach machen“, mit dem Ziel Bedürftigen schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand zu helfen.

Die Arbeit von „Deutschlands größter Kleiderkammer“ ist aus Hamburg schon nicht mehr wegzudenken. Neben allen Hamburger Erstaufnahmeeinrichtungen unterstützt und beliefert Hanseatic Help unter anderem auch Obdachloseninstitutionen, Kinderheime, Hospize und Frauenhäuser. Über 150 Einrichtungen in Hamburg und Umgebung werden regelmäßig mit Spenden versorgt. Mit Sachspenden, die auf absehbare Zeit nicht in Deutschland verwendet werden können, unterstützt Hanseatic Help Projekte in Krisenregionen auf der ganzen Welt wie Syrien, Lesbos oder Haiti.

Scheck-Stiftung ermöglicht Freiwilliges Soziales Jahr

Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützen auch mehrere FSJler die Arbeit von Hanseatic Help. Ermöglicht wird dies mit Unterstützung durch die Scheck-Stiftung. Insgesamt fünf FSJler können dank ihrer Förderung momentan beschäftigt werden.

Auch beim Spendensammeln leistete die Scheck-Stiftung große Hilfe. So wurde in enger Zusammenarbeit mit Hanseatic Help zweimal eine mobile Spendenannahmestelle in Hamburg-Eppendorf eingerichtet werden, bei der vor Ort Spenden abgeben wurden. Bei der ersten Aktion kamen 160 Fahrräder, diverse Rucksäcke, Sneaker und Sportsachen zusammen. Bei der zweiten Aktion waren es 35 Fahrräder, 20 Skateboards und Inliner, 150 Paar Schuhe, 40 Bälle und ca. 40 Winterjacken und  6 Europaletten voller Kleidung. Mit all diesen Dinge können wir hilfebedürftigen Menschen mehr Unabhängigkeit und Mobilität schenken, aber auch die Möglichkeit, Sport zu treiben und aktive Freizeit zu gestalten.

Die Scheck-Stiftung führt einen regen Austausch mit dem Verein und die gemeinsamen Aktionen werden enger Zusammenarbeit durchgeführt.

Bei dem Projekt „Meine 4 Wände“ kümmert man sich starker Kooperation mit der Heilsarmee Hamburg um Obdachlose. 14 ausgebaute Wohn-Container wurden im Zuge des Projekts mit Schlafcouch, Kochnische, Essecke und Kommode ausgestattet. 16 Obdachlose können dank der Finanzierung des Projekts über die Crowdfunding Plattform betterplace.org die Container nun ihr zu Hause nennen.

Im Laufe von knapp einem Jahr (Stand 06/2016) haben die ehrenamtlichen Helfer mehr als 3,35 Millionen gespendete Artikel erfasst, sortiert, verpackt und an Bedürftige weitergegeben. Um diese enorme Menge logistisch zu meistern, greifen die Helfer auf ein IT-basiertes Warenwirtschaftssystem zurück, das eigens für die Bedürfnisse von Hanseatic Help programmiert wurde. Dank dieses Systems werden jede Woche ca. 50.000 Artikel bearbeitet und bis zu zehn volle LKWs pro Woche auf die Reise geschickt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg konnte der Verein im April 2016 sein neues Quartier in der Großen Elbstraße 264 beziehen. Die von der Stadt angemietete Halle in zentraler Lage bietet mit 2300 Quadratmetern genug Platz für Büro und Lagerräume. Von Donnerstag bis Dienstag zwischen 10:00 und 20:00 Uhr können Freiwillige zum Helfen vorbei kommen oder Sachspenden abgegeben werden. Eine Liste mit Dingen die dringend benötigt ist hier zu finden: www.zusammenschmeissen.de.

Informationen zu aktuellen Projekten von Hanseatic Help e.V. stehen auf www.hanseatic-help.org.